HTL4girls

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Viele Mädchen sind technisch begabt. Wenige jedoch entscheiden sich für eine technische Ausbildung in einer HTL (Höhere Technische Lehranstalt), daher muss es für "Mädchen & Technik" weiter spezielle Angebote geben.

  1. In NÖs HTLs und Kollegs sind von insgesamt 9.800 SchülerInnen nur 11% Mädchen. Zwar steigt die Anzahl an Schülerinnen kontinuierlich - in manchen Abteilungen: die Höhere Abteilung für Innenraumausbau und Holztechnik oder das Kolleg für Möbelbau in Mödling, die Fachschule für Malerei und Gestaltung, sowie das Kolleg für Bautechnik - Farbe und Gestaltung in Baden und das Kolleg für Design in St. Pölten haben bereits über 50% Schülerinnen. Manche HTLs erreichen auch mehr Interesse seitens Mädchen durch neue Angebote: so z.B. Biomedizin, Gebäudetechnik oder Elektronik für BiomedizinerInnen in der HTL Mistelbach oder der Schwerpunkt Industriedesign als Teil der Höheren Abteilung für Maschinenbau in St. Pölten. HTLs werden also immer "gendergerechter" und das ist gut so.
     
  2. Interessanterweise wagen sich Mädchen vor allem dann in eine HTL, wenn HTL-AbsolventInnen in der Familie sind oder Verwandte technische Berufe ausüben. Das spricht für die Bedeutung beruflicher Vorbilder und GesprächspartnerInnen.
     
  3. Kampagnen  wie z.B. "Girls Day" oder "MIT - Mädchen in die Technik"  lassen Schülerinnen-Zahlen ansteigen. Das beweist die Notwendigkeit genderadäquater Kommunikation. Endet die Kampagne, sinken die Zahlen wieder, wenn die HTL sich nicht grundlegend geändert hat. Das bedeutet, Rahmenbedingungen müssen weiter verbessert werden!

 --> "Girl scouts"
Diese Initiative macht Vorbilder auf dem Weg in die Technik sichtbar. HTL-Schülerinnen besuchen ihre ehemaligen Volks- und Hauptschulen, erzählen über das Leben und Lernen in einer HTL und zeigen anschaulich den Weg in eine technische Ausbildung auf.

--> "Tech-Datings"
Unternehmen stellen sich interessierten HTL-Schülerinnen in persönlichen Gesprächen vor, geben Einblick in Anforderungen, Standorte und Möglichkeiten für Jobs und Praktika - die "Tech-Dating"-Abende sind nach der erfolgreichen Methode des "Speed-Datings" gestaltet, sodass  alle sehr schnell zum Kern eines Gesprächs kommen können.